Schweizerverein Galați
Der Pavillon im Schweizergarten von Galați - Rumänien (ca. 1910)
Foto: Werner K.
Wie Manfred Eggermann in seinem Buch über die Schweizerkolonien in Rumänien ausführlich darstellt, waren Bukarest und Jassy die ersten Zielpunkte der schweizerischen Kaufleute. Iași verlor aber seine Bedeutung and en Hafen am linken Ufer der unteren Donau namens Galați (Galatz). Am 12. Februar 1863 wurde der Schweizerverein Galați gegründet, 1869 der Schweizer-Feldschützen-Verein. Als Schiessstand diente ein Weingarten, der 1885 erworben und entsprechend eingerichtet wurde. Ein geräumiger Pavillon im Schweizerstil wurde mit einem Scheissstand für 6 Schützen eingerichtet, der Schützengarten bot eine schöne Aussicht auf die Donau und auf die Berge der Dobrogea (Dobrudscha).
(Eggermann, Manfred, Schweizerkolonien in Rumänien, Verlag der Neuen Helvetischen Gesellschaft in Bukarest, 1931, S. 168-169).
Die Feste des Schweizervereins Galați waren legendär: «Auch 1894 feierten die Schweizer von Galatz und Brăila zusammen den Eidgenossischen Bettag im Schützengarten. Vikar Schnabel von Turbenthal hielt auf dem fahnenhügel des Gartens eine feierliche Feldpredigt. Patriotische Reden folgten beim gemeinschaftlichen Mittag- und Abendessen, nachdem der Wein den Schweizern die etwas schwere Zunge gelöst hatte. Erst gegen Mitternacht zogen sie singend in langer Wagenkolonne Galatz zu.»
(In. Eggermann, Manfred, Schweizerkolonien in Rumänien, Verlag der neuen Helvetischen Gesellschaft in Bukarest, 1931, S. 172.)